Pflegeversicherung - Pflegeversicherungen
Aktuelle Pflegereform 01-10-2010 - Kurzfassung
Wieder höherer Beitrag
Der Beitragssatz der Pflegeversicherung wird wieder erhöht. Er steigt ab
01-07-2008 um 0,25 Punkte dann auf 1,95 % vom Bruttolohn,
Kinderlose zahlen weiterhin zusätzlich den Kinderlosenstrafaufschlag von
0,25 Prozentpunkten.
Schrittweise Erhöhung der Leistungen
- in der Stufe I von 420 Euro auf 440 Euro mtl.
- in der Stufe II von 980 Euro auf 1.040 Euro mtl.
- in der Stufe III von 1.470 Euro auf 1.510 Euro mtl.
- in der Stufe III (in Härtefällen) 1.1825 Euro mtl.
Das *Pflegegeld* steigt
- in der Stufe I von 215 Euro auf 225 Euro mtl.
- in der Stufe II von 420 Euro auf 430 Euro mtl.
- in der Stufe III von 675 Euro auf 685 Euro mtl.
Die *stationären Beträge* werden unterschiedlich angepasst
- in der Stufe I 1.023 Euro gleichbleibend
- in der Stufe II 1.279 Euro gleichbleibend
- in der Stufe III von 1.470 Euro auf 1.510 Euro mtl.
- in der Stufe III (in Härtefällen) von 1.750 Euro bis 1.825 Euro mtl.
Die ambulante Pflege soll gefördert werden.
Es erfolgen Leistungsverbesserungen für Menschen "mit erheblich
eingeschränkter Alltagskompetenz".
Die Leistungen der Pflegeversicherung werden zukünftig alle drei Jahre
angepasst.
Für Arbeitnehmer soll eine unbezahlte Freistellung (für sechs Monate)
vom Arbeitsplatz möglich sein.
Die Pflegeversicherung
Im Jahr 1995 wurde die gesetzliche Pflegeversicherung von Herrn Norbert Blüm ("Die Rente ist sicher") eingeführt
und von ihm als "Jahrhundertwerk" bezeichnet. Bereits nach drei Jahren war die Pflegeversicherung defizitär.
Wen wunderts? Der demographischen Entwicklung wird auch hier (in der Kranken- und Rentenversicherung spielt sich gleiches ab)
nicht Rechnung getragen und weiterhin auf das sogenannte Finanzierungs-Umlageverfahren gesetzt, obwohl es den Politikern doch
bekannt sein müsste, dass durch die Geburtenrate, und der ständig steigenden Lebenserwartung der Menschen, sich die Situation
derart verschärft, dass es auf einen finanziellen Kollaps der gesetzlichen Pflegeversicherung hinausläuft. ( vdabbakw )
Auf die Politik darf nicht vertraut werden. Jeder sollte selbst aktiv werden und eine entsprechende Zusatz Pflegeversicherung
abschliessen.
Pflegeversicherung - "Kinderzuschlag" = keine Lösung
Ab dem Jahr 2005 müssen kinderlose einen Zuschlag (0,25 % ihres Einkommens) zum Pflegebeitrag zahlen.
Geholfen hat dies wenig. Rund 360 Millionen Defizit konnte die gesetzliche Pflegeversicherung im Jahr 2005 verbuchen.
Pflegeversicherung - Zahl der künftigen Pflegefälle
Die Zahl der Pflegebedürftigen wird sich bis 2050 auf ca. 4 Millionen Betroffene erhöhen.
Somit verdoppelt sich die Anzahl der Pflegebedürftigen. Hinzu kommt noch eine nicht zu vernachlässigende
Steigerung der Gesamtausgaben!
Pflegeversicherung - derzeitige Pflegekosten und Leistungen
Die derzeitigen gesetzlichen Leistungen der Pflegeversicherungen sind vollkommen unzureichend!
Ein stationärer Pflegeplatz kostet heute durchschnittlich 3.000 Euro monatlich und mehr.
Als Leistung zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung in der höchsten Pflegestufe III, 1.470 Euro,
in Härtefällen maximal 1.825 Euro.
Bei häuslicher Pflege werden in Stufe I 225 Euro mtl. und in Stufe III 685 Euro mtl. gezahlt.
Pflegeversicherung - Kinder zahlen für die Eltern !
Kinder zahlen für die Eltern.
Reichen die eigenen Rücklagen nicht mehr aus, so werden die Familienangehörigen zur Finanzierung herangezogen.
Vorher muss aber erst einmal das eigene Vermögen aufgebraucht werden. Und dann sind die Kinder an der Reihe.
Das Sozialamt leistet gegebenenfalls vor und holt sich das Geld dann von den Kindern zurück!
Empfehlung: Wer nicht zum Sozialfall werden will und die eigenen Kinder aussen vor lassen will,
sorgt am besten mit einer privat Pflegeversicherung vor!
Runden Sie das Paket der Pflegeversicherung mit einer Pflegezusatzversicherung ab.